[Rezension] „So weit das Meer uns trennt“ von Britt Reißmann

[Werbung, Rezensionsexemplar]

Quelle:

Infos zum Buch

So weit das Meer uns trennt
Britt Reissmann
erschienen im Emons Verlag
Broschur
304 Seiten
Hier geht es zum Buch.

Die Autorin

Britt Reißmann, geboren 1963 in Naumburg/Saale, war Intarsienschneiderin und Sängerin, bevor sie nach Baden-Württemberg kam. Seit 1999 arbeitet sie bei der Mordkommission Stuttgart. Sie veröffentlichte zahlreiche Kurzgeschichten und Romane. Ihr Krimi »Der Traum vom Tod« wurde 2009 mit dem DELIA-Literaturpreis ausgezeichnet.

Quelle: https://www.emons-verlag.com/autoren/britt-reissmann

Klappentext

Nina fürchtet das Meer. Als sie Kind war, ertrank ihr Vater bei der Havarie einer Bohrinsel. Viele Jahre später starb ihr Mann beim Unfall eines Kreuzfahrtschiffes vor der toskanischen Insel Giglio, während Nina ihn auf einer Geschäftsreise wähnte. Doch ein anonymer Brief, in dem steht, dass ihr Mann noch am Leben sei, reißt sie aus ihrer Verzweiflung. Nina weiß: Sie muss sich ihren Ängsten stellen, um ihren Mann zu finden. Also macht sie sich auf den Weg nach Italien, in Richtung Meer …

Quelle: https://www.emons-verlag.com/programm/so-weit-das-meer-uns-trennt

Meine Meinung

Wir alle können uns sicher noch an den furchtbaren Unfall des Kreuzfahrtschiffes vor der Insel Giglio erinnern. Britt Reissmans Buch setzt genau hier an. Denn der Mann ihrer Protagonistin Nina kommt bei diesem Unglück ums Leben. Nach vielen Jahren Trauerarbeit bekommt Nina jedoch einen Brief ohne Absender, der ihr sagt, dass ihr Mann noch lebt. Um Klarheit zu bekommen, reist sie nach Giglio.

Dort angekommen lernt sie die Menschen und die Gegend kennen. Der italienische Flair springt auch sofort auf den Leser über und man hat das Gefühl, mittendrin zu sein.

Die Figuren der Geschichte sind mir schnell ans Herz gewachsen. Vor allem die spröde Vermieterin Clemenza.

[Um nicht zu Spoilern, werde ich nicht weiter auf den Inhalt eingehen.]

Bis sagen wir mal zur Hälfte des Buches, hat mir die Geschichte gut gefallen. Obwohl Ninas Angst vor dem Meer für mich eher nicht nachvollziehbar war. Vor allem nicht auf Grund ihrer Vorgeschichte. Aber darüber kann man hinwegsehen.

Die Ereignisse überstürzen sich ab Mitte des Buches und nach und nach erfährt der Leser die Wahrheit um das Verschwinden des Ehemanns. Das hätte für mich als gut ausgebaute Geschichte völlig gereicht. Jedoch brachte die Autorin noch so viele verschiedene Dramen ins Spiel, dass es mir dann leider zu viel wurde. Plötzlich hat jeder Nebenakteur auch noch ein persönliches Dilemma, was geklärt werden muss. Und immer wenn ich dachte, mehr geht nicht, kam noch etwas dazu. Ich hatte zeitweise das Gefühl, dass die Autorin auf den wenigen Seiten so viel wie möglich unterbringen wollte. Aber wie gesagt, hat das die eigentliche Geschichte nicht nötig gehabt.
Deshalb habe ich im letzten Drittel des Buches das Ende quasi herbei gesehnt.

Fazit

Ein Buch mit vielen Stärken, aber leider auch einigen Schwächen. Wer auf Romantik und viel Drama steht, der wird dieses Buch lieben. Mein fall ist das leider nicht, daher nur:

⭐️⭐️⭐️

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