Rezension zu „Schwestern der Angst“ vo Lydia Mischkulnig

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Renates Kindheit ist geprägt von Misstrauen, Missbrauch und Verlustängsten. Ihren Vater kennt sie nicht. Und als ihre Mutter bei der Geburt der Schwester stirbt bleibt sie mit Marie bei ihrem Stiefvater, der sich liebevoll um die beiden kümmert. Renate versucht der kleinen Schwester ein behütetes zu Hause und eine angemessene Erziehung zu geben. Doch dabei geht sie oft zu weit.

Schon in der Jugendzeit der beiden wird deutlich, dass Renate eine psychische Störung entwickelt hat.

Eines Tages lernen die Mädchen Paul kennen und Renate verliebt sich in ihn. Doch Paul will von ihr nichts wissen und kommt schlussendlich mit Marie zusammen. Renate fühlt sich betrogen und ausgeschlossen da Marie ihre übertriebene Zuneigung ständig zurückweist.

Der Eifer um die Liebe ihrer Schwester wird für Renate zur Obsession, sie überschreitet eine Grenze nach der anderen. Eigentlich darf sie sich Marie nach einem Beschluss nicht mehr als 50 m nähern doch als sie von der geplanten Hochzeit ihrer Schwester mit dem verhassten Paul erfährt macht sie sich auf dem Weg um Marie mit allen Mitteln davon abzubringen. Und so steuert die Geschichte immer weiter auf ein schreckliches Ende zu.

 

Dieses Buch hat mich etwas verstört zurück gelassen. Ich weiß nicht ob ich es richtig gut finde oder einfach nur schlecht. Aber ich kann mit Sicherheit sagen, dass es mich verwirrt hat!

Auf alle Fälle ist es ein Roman mit Tiefgang! Die Geschichte wird aus der Sicht von Renate erzählt; durch ihre psychische Störung hat sie eine ganz eigene, oftmals nicht korrekte Sicht auf die Dinge. Einige Male bin ich ins Grübeln gekommen ob es sich wirklich so zugetragen hat wie Renate die Situation dargelegt hat.  Man muss sich wirklich mit den Gedanken dieser psychopathischen Frau auseinandersetzen, was oftmals verstörend ist. Jedoch bin ich der Meinung, dass es Lydia Mischkulnig wirklich gut gelungen ist dem Leser die seelische Verfassung ihrer Protagonistin darzustellen.

Ein sehr aufwühlender Roman der mich aber auch oft verunsichert und verwirrt hat daher leider nur:

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Vielen Dank an den Haymon Verlag für dieses Rezensionsexemplar!

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