Rezension zu „Im Labyrinth der Fugger“ von Rebecca Abe

 fugger

Wir befinden uns in Augsburg gegen Ende des 16. Jahrhunderts. Als das Familienoberhaupt Anton Fugger stirbt soll sein riesiges Erbe gerecht an alle Verwandten aufgeteilt werden. Doch dem grausamen Christoph Fugger sind die vielen Kinder seines Bruder ein Dorn im Auge. So schmiedet er mit einem Jesuiten einen wahrhaft teuflischen Plan um das Erbe nicht all zu sehr zu schmälern. Der Jesuit Caninius schleicht sich in die Familie ein und bekehrt die Hausherrin zum katholischen Glauben. In ihrem religiösen Wahn liefert sie sich und ihre Familie Caninius völlig aus. Ein Großteil der Kinder wird Hals über Kopf in ein Kloster verfrachtet wo deren Leidensweg erst richtig beginnt. Für einige der Geschwister endet ihr Weg leider auch dort. Doch die starke Anna Fugger, Protagonistin des Buches, kommt diesem Ränkespiel und den Drahtziehern auf die Schliche. Und so beginnt ihr Kampf gegen die Familie, als Frau, in einer Zeit in welcher Männer herrschen und Frauen bestenfalls die Heimchen am Herd sind.

 

Dieser Roman und die Geschichte um Anna Fugger und ihre Geschwister, hat mich sehr berührt. Rebecca Abe schafft es, auch ohne sich in Gewaltszenen zu ergehen, Mitgefühl für ihre Figuren zu wecken.

Ich fand das Buch an keiner Stelle langatmig, im Gegenteil es entpuppte sich stellenweise als wahrer Pageturner.

Anfangs hatte ich bedenken, dass ich eventuell bei den vielen Figuren durcheinander kommen könnte. Deshalb begann ich mir Notizen zu machen. Aber ich habe schnell bemerkt, dass ich die nicht benötige! Man wird nicht mit einem Haufen Namen bombardiert und entwickelt rasch ein Gespür für die im Buch vorkommenden Personen. Für den Fall, dass man doch einmal nachschlagen muss gibt es im Anhang ein Personenverzeichnis.  

Ich fand auch die Worterläuterungen im Anhang sehr hilfreich. Es waren genau die Begriffe aufgelistet die ich auch nachschlagen musste.

„Im Labyrinth der Fugger“ ist, für mich, seit langem mal wieder ein interessanter, spannender und unterhaltsamer historischer Roman.

sternsternsternsternstern

 Vielen Dank an Rebecca Abe und den Gmeiner Verlag für dieses Rezensionsexemplar!

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