Rezension zu „Der Duft von Schokolade“ von Ewald Arenz

 schoki
Wien, Ende 19.Jahrhundert: August Liebeskind hat seinen Wehrdienst beendet und weiß nicht so recht was er mit sich und seinem Leben anfangen soll. Im Herbst wird er bei seinem Onkel in dessen Schokoladenfabrik  mit einsteigen und bis dahin kann er sich Zeit für sich nehmen. Doch er wird diesem Müßiggang schnell überdrüssig. Er hat das Gefühl, dass sein Leben überhaupt kein Gewicht hat. Denn bis auf ein paar Liebelein hatte Liebeskind keine ernsthaften Beziehungen. Und nun weiß der ehemalige Leutnant nicht wie er die Leere in seinem Leben füllen soll.

Aber August hat eine besondere Gabe, denn er hat einen ausgezeichneten Geruchssinn. Er kann nicht nur jeden noch so zarten Duft wahrnehmen, sondern auch die Düfte in seinem Kopf zu Bildern werden lassen, welche ihm die Vergangenheit oder die Zukunft zeigen.  Natürlich ist dieser ausgeprägte Geruchssinn eine große Hilfe bei der Arbeit in der Schokoladenfabrik.

Eines Tages lernt August Liebeskind die geheimnisvolle Elena kennen und seine Leben nimmt eine drastische Wendung. Mit edlen Schokoladenkreationen versucht er diese schwierige Frau für sich zu gewinnen. Doch das ist nicht so leicht wenn das Schicksal seine Hände mit im Spiel hat.

 

Ewald Arenz Roman ist wirklich ein Buch zum Zurücklehnen, Entspannen und Genießen.

Mit seiner bildhaften Sprache schafft er es, dass man als Leser, das Gefühl hat mit im Kaffeehaus zu sitzen und all die Gerüche wahrzunehmen die August Liebeskind wahrnimmt. Dabei verliert er sich aber keineswegs in seinen Beschreibungen, so dass die Geschichte nicht einmal ins Stocken gerät.

Das Buch hält für den Leser mehr als eine Überraschung bereit, besonders wenn man denkt, dass Ende der Geschichte zu erahnen!

Aber Vorsicht, trotz seiner 270 Seiten ist „Der Duft von Schokolade“ kein Buch was man mal so kurzerhand durchliest. Man muss sich wirklich Zeit nehmen und kann dann vollends in die Geschichte eintauchen.

Und noch eine Warnung meinerseits: Nicht lesen wenn Ihr auf Diät seid! Nach den ganzen Erzählungen über die leckeren Schokoladenvariationen bekommt man echt Appetit!

Ein wunderschöner Roman daher vergebe ich:

sternsternsternsternstern

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